Fortsetzung zum Artikel : Schneller als Licht
Nachdem es in den letzten Jahren wegen extremen Mobbings seitens seiner "Kollegen"
still um ihn wurde, meldet sich der Physikprofessor Günter Nimtz aus Köln
zu seinem Lieblingsthema Überlichtgeschwindigkeit zurück. Eine neue Variante
eines Experiments soll nun auch die allerletzten Zweifler von der Realität des
Phänomens überzeugen.
Nimtz hatte bereits 1992 entdeckt , dass sich Zentimeterwellen in einem Hohlleiter
schneller als Licht ausbreiten. Drei Jahre später führte er auf einem Kongress
einen Versuch (Word-Dokument)
vor, bei dem er eine Mozart-Sinfonie ebenfalls mit Überlichtgeschwindigkeit
(2 c) übertrug. Obwohl einige Forscherkollegen die Messungen des Kölner Physikers
bestätigten, warfen ihm "andere Forscherkollegen" vor : "Nimtz
weiss nicht, WAS er da tut - aber er hat ganz sicher keine Information
überlichtschnell übertragen !".
Seit einiger Zeit gibt es dazu auch ein Wikipedia-Eintrag.
Sein neues Experiment ging aus teilweise publizierten Studien (PDF-Datei)
hervor und wandelt den älteren Versuchsaufbau in einem entscheidenden Punkt
ab :
Eine stete Folge von wenigen Nanosekunden langen Mikrowellen-Impulsen werden
nicht mehr durch einen Hohlleiter, sondern auf einen Stapel von vier Plexiglasscheiben
geschickt.
Ein Teil des Signals durchquert die Scheiben und verschwindet, der Rest wird
zurückgeworfen und von einer Trichterantenne aufgefangen.
Die auf- und absteigende Impuls-Energie erzeugt auf dem Oszilloskop eine glockenförmige
Kurve.
Nun wird hinter den Plexiglasscheiben eine Aluminiumplatte installiert. Zwar
verschieben sich die reflektierten Impulse dadurch zeitlich nicht, aber ihre
Energie steigt. Trifft ein Impuls vorne aufs Plexiglas, "spürt" der Impuls
instantan (unmittelbar, sofort), was sich weiter hinten befindet und drückt
es in seiner Amplitude aus. Das kann man auch so deuten, dass der durchgehende
Teil des Signals an der Alu-Platte reflektiert wird, wobei er für den Weg von
den Scheiben zur Platte und zurück keine Zeit benötigt.
Doch ob Informations- oder Energieübertragung, insgesamt wird die Strecke von
der Rückseite des Scheibenstapels bis zur Empfangsantenne des Oszilloskops überlichtschnell
bewältigt.
Günter Nimtz erklärt das verblüffende Resultat mit der Quantenphysik :
Die vier Plexiglasscheiben und die hinter diesen platzierte Aluminiumplatte
bilden einen quantenmechanischen "Berg", den spezielle elektromagnetische Wellen,
so genannte evaneszente Moden, "durchtunneln" können.
Nach Nimtz sind Tunnel "Räume ohne Zeit", in denen sich die Information
unendlich schnell bewege. Sein Experiment verletze zwar keinesfalls die
allgemeine Kausalität, nach der die Ursache zeitlich vor der Wirkung liegt,
aber durchaus die Einstein-Kausalität, die nur die überlichtschnelle
Ausbreitung von Energie und Information verbietet. Fanden seine früheren Versuche
fast ausschließlich in "ausgewählten Fachkreisen" Anklang,
wendet Nimtz sich nun frustriert an die Öffentlichkeit :
In Kooperation mit dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim installierte
er sein neues Experiment in der Sonderausstellung "Einstein begreifen", dort
können also Laien und Experten gleichermaßen versuchen, Albert Einstein in Verlegenheit
zu bringen.
In diesem Sinne, euer TopDog
Da kann man nur empfehlen :
Forsche forscher, forscher Forscher !