Neues von Prof. Nimtz aus Köln :
Überlichtgeschwindigkeit für alle !

Datum: Tuesday, 20.September 2005 - 13:33:06
Thema: Physik


Fortsetzung zum Artikel : Schneller als Licht

Nachdem es in den letzten Jahren wegen extremen Mobbings seitens seiner "Kollegen" still um ihn wurde, meldet sich der Physikprofessor Günter Nimtz aus Köln zu seinem Lieblingsthema Überlichtgeschwindigkeit zurück. Eine neue Variante eines Experiments soll nun auch die allerletzten Zweifler von der Realität des Phänomens überzeugen.

Nimtz hatte bereits 1992 entdeckt , dass sich Zentimeterwellen in einem Hohlleiter schneller als Licht ausbreiten. Drei Jahre später führte er auf einem Kongress einen Versuch (Word-Dokument) vor, bei dem er eine Mozart-Sinfonie ebenfalls mit Überlichtgeschwindigkeit (2 c) übertrug. Obwohl einige Forscherkollegen die Messungen des Kölner Physikers bestätigten, warfen ihm "andere Forscherkollegen" vor : "Nimtz weiss nicht, WAS er da tut - aber er hat ganz sicher keine Information überlichtschnell übertragen !".

Seit einiger Zeit gibt es dazu auch ein Wikipedia-Eintrag. Sein neues Experiment ging aus teilweise publizierten Studien (PDF-Datei) hervor und wandelt den älteren Versuchsaufbau in einem entscheidenden Punkt ab :

Eine stete Folge von wenigen Nanosekunden langen Mikrowellen-Impulsen werden nicht mehr durch einen Hohlleiter, sondern auf einen Stapel von vier Plexiglasscheiben geschickt.
Ein Teil des Signals durchquert die Scheiben und verschwindet, der Rest wird zurückgeworfen und von einer Trichterantenne aufgefangen.
Die auf- und absteigende Impuls-Energie erzeugt auf dem Oszilloskop eine glockenförmige Kurve.
Nun wird hinter den Plexiglasscheiben eine Aluminiumplatte installiert. Zwar verschieben sich die reflektierten Impulse dadurch zeitlich nicht, aber ihre Energie steigt. Trifft ein Impuls vorne aufs Plexiglas, "spürt" der Impuls instantan (unmittelbar, sofort), was sich weiter hinten befindet und drückt es in seiner Amplitude aus. Das kann man auch so deuten, dass der durchgehende Teil des Signals an der Alu-Platte reflektiert wird, wobei er für den Weg von den Scheiben zur Platte und zurück keine Zeit benötigt.
Doch ob Informations- oder Energieübertragung, insgesamt wird die Strecke von der Rückseite des Scheibenstapels bis zur Empfangsantenne des Oszilloskops überlichtschnell bewältigt.

Günter Nimtz erklärt das verblüffende Resultat mit der Quantenphysik :

Die vier Plexiglasscheiben und die hinter diesen platzierte Aluminiumplatte bilden einen quantenmechanischen "Berg", den spezielle elektromagnetische Wellen, so genannte evaneszente Moden, "durchtunneln" können.
Nach Nimtz sind Tunnel "Räume ohne Zeit", in denen sich die Information unendlich schnell bewege. Sein Experiment verletze zwar keinesfalls die allgemeine Kausalität, nach der die Ursache zeitlich vor der Wirkung liegt, aber durchaus die Einstein-Kausalität, die nur die überlichtschnelle Ausbreitung von Energie und Information verbietet. Fanden seine früheren Versuche fast ausschließlich in "ausgewählten Fachkreisen" Anklang, wendet Nimtz sich nun frustriert an die Öffentlichkeit :

In Kooperation mit dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim installierte er sein neues Experiment in der Sonderausstellung "Einstein begreifen", dort können also Laien und Experten gleichermaßen versuchen, Albert Einstein in Verlegenheit zu bringen.

In diesem Sinne, euer TopDog

Da kann man nur empfehlen :
Forsche forscher, forscher Forscher !



Dieser Artikel kommt von Science - Oesterreich1.com
http://www.oesterreich1.com/science1

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.oesterreich1.com/science1/modules.php?name=News&file=article&sid=26