Star-Trek Technik :
Und es geht doch - Beamen von Photonen :

Datum: Saturday, 17.September 2005 - 08:50:55
Thema: Physik


Der Innsbrucker Physiker Anton Zeilinger am werkeln ... Wundern Sie sich nicht, wenn sich demnächst Ihre Frau in Nichts auflöst und an einem weit entfernten Ort wieder auftaucht !

Solch eine Teleportation, in der Science-Fiction auch beamen genannt, ist dem Innsbrucker Physiker Anton Zeilinger gelungen, zumindest im Ansatz.

Ermöglicht wird das durch ein schon länger bekanntes Phänomen in der Quantenphysik : Verschränkte Photonen.

Das sind zwei Lichtteilchen, die auf geisterhafte Weise immer in informativer Verbindung stehen, auch wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind. (Siehe Experiment von Alain Aspect, Paris).



In seinem Labor erzeugt Zeilinger ein solches Photonen-Paar, indem er einen Laserstrahl durch einen speziellen Kristall schickt und die Photonen als Sender und Empfänger in verschiedene Richtungen lenkt.

Das Sender-Photon ließ er daraufhin mit einem anderen Photon, dem Passagier , kollidieren. Dabei übertrug sich die Information des Passagiers auf den Sender - und von dort auf den meterweit entfernten Empfänger, der sofort in der gleichen Ebene wie der Passagier zu schwingen begann.

Gebeamt wurde also nicht der Sender (dieser löscht sich mit dem Passagier zusammen beim Aufprall aus), sondern nur seine Eigenschaft !

Experten erwarten, daß sich in etwa 10 Jahren die Eigenschaften von Atomen teleportieren lassen, die ja auch Quantenteilchen sind und den gleichen Gesetzen unterliegen. Damit ließen sich superschnelle Quantencomputer bauen, in denen die Daten durch teleportation bearbeitet werden.

Die weltberühmte Versuchsanordnung Prof. Zeilingers.

Die Versuchsanodnung oben :

Die Information eines Photons (A) soll auf ein anderes Photon gebeamt werden.

Dafür wird ein Lichtstrahl (B) durch einen Kristall geteilt in Sende-Photon (C) und Empfänger-Photon (D). Jetzt trifft C auf A, dabei wechselt die Information von A auf D.

Nach dem Zusammenprall vernichten sich A und C.

Die Information "lebt" in D weiter

In diesem Sinne, Euer TopDog ....







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